Der Jahresübergreifende Landesaktionstag – der JÜLAT

Der JÜLAT – Ein erfolgreiches Pilotprojekt

Kurz vor dem nun offiziellem Ende des Sprecherjahrgangs 17/18, durch die Neuwahlen der Sprecher*innen des Jahrgans 18/19, fand die letzte Aktion unseres Jahres statt – der JÜLAT.

Bei dem letzten Sprechertreffen war die Geburtsstunde dieses neugeschaffenen Aktionstages, der sich zum Ziel gesetzt hat, nach Start des neuen FÖJ-Jahres, den gerade ehemalig-gewordenen Jahrgang, den nun frischgebackenen und alle weiter zurückliegenden Jahrgänge durch einen gemeinsamen Aktionstag zusammenzubringen.
Und als Fazit könnte der JÜLAT von sich behaupten, dass er ein voller Erfolg war!

Insgesamt versammelten sich rund 40 FÖJ´ler*innen aus drei verschiedenen Jahrgängen am 22.September in der Stadt Ulm – genauer gesagt vor der Ulmer Münster.
Nach einer kurzen Kennenlern- und Organisationsphase ging es dann los mit dem gemeinsamen Clean-Up des Stadtparks „Alter Friedhof“, der „Friedrichsau“ und dessen Autoparkplatz. Im Handumdrehen füllten sich innerhalb einiger weniger Stunden mehrere 120L Müllsäcke, die in Kooperation mit dem Entsorgungsbetrieb der Stadt der fachgerechten Entsorgung übergeben werden konnten.

Nachdem wir eineinhalb Parks und einen Parkplatz nahezu blitzsauber aufgeräumt hatten, ging es zum geselligen Teil über, der dann in der bereits genannten Friedrichsau bei Picknick, Musik und später am Abend bei Tanz erfolgreich sein Ende nahm.

An dieser Stelle möchten wir uns hier nocheinmal bei allen bedanken, die an diesem tatkräftig Tag mit dabei waren, den Trägern, die uns das Jahr über tatkräftig und immer herzlich unterstützt haben und die unseren Aufruf für uns auch in die neuen Seminargruppen getragen haben. Ebenfalls möchten wir uns bei den Entsorgungsbetrieben Ulm bedanken, die uns mit dem notwendigen Equipment ausgestattet und die finale Entsorgung für uns übernommen haben.

Vielen Dank für euer, beziehungsweise unser aller Engagement!
Und dem neuen Jahrgang ein allzeit gutes Jahr 🙂

Das beste kommt immer zum Schluss..

Vor einer Woche hieß es für alle 115 FÖJler*innen der LpB Abschied nehmen. Dieser Tag markierte für viele den Anfang vom Ende, denn das FÖJ mit der liebgewonnen Seminargruppe und allem, was dazugehört, fand seinen Abschluss.

Das Kloster in Rot an der Rot bot für dieses denkwürdige Ereignis die perfekten Gemäuer. Perfekt war die Woche des Abschlussseminars durch und durch. Da sich alle vier Seminargruppen der Landeszentrale gemeinsam trafen, konnte man neue und altbekannte Gesichter treffen. Schon die Anreise war ein Highlight! Alle, die mit dem Zug anreisten, trafen sich in Biberach am Parkplatz und erwarteten freudig den Shuttelbus. Über zig Umleitungen, Feldwege und kleine Dörfer fuhren wir zum Kloster. Das Programm, welches uns erwartete war nicht weniger Abwechslungsreich. Neben Reflektionsphasen in verschiedenen Gruppen und Konstellationen kam der Spaß nicht zu kurz. Direkt am ersten Abend durften wir bei lauer Nacht ein Konzert genießen. Bei der Vernissage am Dienstagabend wurde die neue FÖJ-Hymne gesungen, getanzt, Kunstwerke wurden ausgestellt und einige Teilnehmer*innen verlasen Selbstgedichtetes. Des Nachtens begab sich eine Gruppe aus 20 Leuten zum nächstgelegenen Badesee und planschte noch etwas im Wasser. Ich könnte hier noch viele andere Beispiele aufführen, warum dieses Seminar mit das Beste von allen war. Aber jede*r der*die dabei war, weiß es selbst am besten! Die Abschlussfeier am Donnerstagabend hat dem eine gebührendes Fest geboten! Bis in die frühen Morgenstunden tanzten, sangen und feierten wir!

Vielen Dank an alle 115 Teilnehmer*innen und vielen Dank an die tolle Gruppe aus zehn Teamer*innen der LpB!

Das letzte Sprechertreffen

Seit den Abschlussseminaren wird es immer unübersehbarer… das FÖJ nähert sich dem Ende, und dass in atemberaubender Geschwindigkeit. Manche unserer lieben Seminar- und oder Sprecherkolleg*innen sind bereits sogar schon vom Dienst befreit.

Auf dem fünften und somit letzten Sprechertreffen in Godmatingen ging es wie immer sowohl um Reflexion der kürzlich vergangenen Aktionen, sowie um einen Umriss der Aktionen des gesamten vergangenen Sprecherjahres.
Was lief gut und was ist verbesserungsfähig?
Natürlich ging es auch noch um die Zukunft:
Wie wird der JÜLAT (der Jahresübergreifende Landesaktionstag) aussehen? Wie könnte die Stabübergabe von unserer Seite aussehen – sprich bei den Seminaren und dem Sprechertreffen?

Bevor sich hier nun aber in Details verloren wird, gilt es einfach noch Danke zu sagen für dieses eindrucksvolle und bewegende Jahr, welches wir Sprecher*innen durch dieses Amt ermöglicht bekommen und möglich gemacht haben! Vielen Dank auch an alle, die bei den gemeinsamen Aktionen mit dabei waren und mit geholfen haben!

Im Anhang könnt ihr auch noch das Protokoll finden und falls ihr Fragen, Kritik oder letzte Anmerkungen habt: Bitte her damit!
Protokoll 5.Sprechertreffen

 

Das FÖJ Zeltlager

FÖJ Zeltlager des Südens 2018

11 FÖJlerInnen und ihr Teamer machten sich direkt nach ihrem Abschlussseminar mit zusammen nicht mal 30 Stunden Schlaf auf zum FÖJ Zeltlager des Südens, dieses fand auf dem Waldjugendzeltplatz Holzweiher statt. Gleichzeitig fanden 59 weitere FÖJlerInnen aus ganz Deutschland ihren Weg dorthin. Ein wirklich schöner, idyllischer Zeltplatz an der Grenze zwischen Bayern und Baden-Württemberg, mit zwei Lagerfeuerstellen, dem eben besagten Holzweiher, der vielfach die Möglichkeit bot sich bei jeder Tages- und Nachtzeit zu erfrischen, die nötige Dosis Algen war inklusiv. Freitagabend erwartete uns ein schönes Lagerfeuer und wir bereiteten unser Essen über dem Feuer zu. Samstagvormittag wurde uns das legendäre Jugger beigebracht, hierbei geht es darum, sich gekonnt mit den so genannten Pompfen zu verkloppen und den Läufer daran zu hindern den Ball ins Tor zu bringen.

Samstagmittag stärkten wir uns mit Kartoffeln, Nudeln und Salat für das am Nachmittag anstehende hochkarätig besetzte Workshop Programm:

Jannick, einer der Hauptorganisatoren und einer der aktuellen BundesprecherInnen, bot einen Kreativ-Workshop mit Treibholz und Leinwänden an, wo einige ihrer künstlerische Ader freien Lauf ließen.

Alexander Reif von Germanwatch bot einen hoch interessanten Workshop zum „Handprint“ an. Er war gespickt mit den unterschiedlichsten Spielen, bot eine gelungene methodische Abwechslung und man nahm einen ganz anderen Blickwinkel auf die aktuelle Debatte um die „große Transformation“ ein. Hierbei bewegen wir uns innerhalb zweier vorgegebener Grenzen: Zum einen der Planetaren: Wie viel kann der Planet vertragen? Wie viel Tonnen von Treibhausgasemissionen? Wie viel Ausstoß von Nitraten?, etc. zum Anderen der Sozialen: Wie können wir alle die Menschenrechte wahren? Wie können wir die Generationengerechtigkeit garantieren?

Der Handprint ist der positive Gegensatz zum ökologischen Fußabdruck. „Ihr müsst euch das vorstellen wie eine schiefe Ebene. Aktuell versuchen wir durch unsere Bildungsarbeit die Menschen diese schiefe Ebene hoch zu scheuchen und ihnen bewusst zu machen wie dringend Umwelt- und Klimaschutz ist. Genauso wichtig ist aber den Grad der schiefen Ebene zu verändern, dies kann durch den Handprint geschehen. Jeder kann sein Handlungsfeld ausloten und dort durch kritisches Nachfragen ein Umdenken anstoßen. Bspw. Die Studierendenschaft an der Universität hinterfragt warum die Standardeinstellung beim Kopieren der einseitige Druck und nicht der Duplexdruck ist. Hakt bei der entsprechenden Stelle nach und fordert diese Software Einstellung zu ändern. Die AnwohnerInnen eines Wohnviertels fordern ein fahrradfreundliches Viertel und eine fahrrad – freundliche Stadt. Sie legen konkrete Vorschläge vor wie überdachte Abstellmöglichkeiten, Fahrradstraßen, Rad-Mitnahmemöglichkeiten im ÖPNV, autofreie Tage etc. und mobilisieren mehr Menschen für ihre Forderungen.“

Weitere ausführliche Informationen wie Ihr vor Ort aktiv werden könnt, Anregungen, weitere Beispiele und eine noch ausführlichere Beschreibung findet ihr in der äußerst informativen Broschüre: https://germanwatch.org/de/download/15335.pdf

Sabine Brandt vom NABU Biberach, bot einen Workshop zum Thema: Fairer Handeln mit Schokolade und Bananen inkl. einer Verkostung an. Sie zeigte auf, wie sich der Preis einer Tafel Schokolade zusammensetzt, wie viel Cent bspw. tatsächlich beim Kakaobauern landen und was der Faire Handel für weitere Vorteile bietet.

Abends bot ich einen kleinen Ausblick auf die Zeit nach dem FÖJ – „Das was ihr in diesem Jahr gelernt und erlebt habt, kann euch keiner mehr nehmen! Das FÖJ ist nun mal grenzenlos, zeitlos und prägend und wird euch auch so schnell nicht mehr los lassen. Bleibt weiter so interessiert und ich kann euch nur ans Herz legen sich fürs FÖJ zu engagieren, in welchem Maß auch immer.“

So ließen wir das Zeltlager mit mehreren Werwolf-Runden am Lagerfeuer und einer Partyzipation ausklingen. Sonntag hieß es dann ein gemütliches Frühstück einnehmen und fleißig Abbauen.

Ein großer Dank gilt den Organisatoren: Lisa und Jannick, die dieses Wochenende erst ermöglichten.

– (ursprünglich) Moritz Hermann

Projektseminare? Spitze!

Projektseminar – Jute Sache

Während unserem Projektseminar sind wir nach Stuttgart gefahren, um Plastiktüten gegen Jutebeutel einzutauschen und die Passanten dort auf den hohen Plastiktüten Konsum aufmerksam zu machen.

Am Abend zuvor haben wir die Jutebeutel mit Stempeln selbst bedruckt und diese mit Infomaterialien über das FÖJ bestückt.

Als wir in Stuttgart ankamen, ist uns aufgefallen, dass es erstaunlich schwer ist, Menschen mit Plastiktüten zu finden, da viele von Ihnen selbst Jutebeutel oder Einkaufskörbe dabei hatten. Nichts desto trotz haben wir es geschafft, 30 Plastiktüten gegen unsere Jutebeutel einzutauschen. Die Reaktionen waren sehr unterschiedlich aber meistens positiv. Erstaunlich wenig Leute haben gefragt, aus welchem Material unseren Jutebeutel bestehen und was wir überhaupt mit den ganzen Plastiktüten machen. Überraschend war auch, dass so gut wie jeder gefragt hat, was Sie für die Jutebeutel bezahlen müssen und als wir ihnen klar gemacht haben, dass wir lediglich die Plastiktüte als Tausch haben wollen waren Sie sehr erstaunt und positiv überrascht.

Nachdem wir alle Jutebeutel eingetauscht hatten, haben wir die Plastiktüten zu ihren ursprünglichen Läden zurück gebracht, wo sie gesammelt und recycelt werden.

Alles in allem war es ein erfolgreicher Tag mit vielen neuen Erfahrungen.

Der Einheitliche Landesaktionstag BW

In der späten Nacht des Vortages beginnen schon die kreativen und auch die ersten handfesten Vorbereitungen für den 28.04 – den Einheitlichen Landesaktionstag. Zwei FÖJ´lerinnen trafen sich zu später Stunde und werkelten die halbe Nacht, um die Jutebeutel für unseren Aktionstag politisch-bunt zu färben. „FÖJ steht für Umweltschutz“ steht da auf einem dieser Jutebeutel, den sie des Nachts verkünstelten und das Motto soll sie den vollen nächsten Tag dann auch begleiten und beschäftigen!

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FÖJ goes Landtag!

Ein kleiner Einblick in die letzte Vorbereitungsphase des Politiktages

Gemeinsam mit einer ausgewählten Gruppe Seminarler*innen, waren die Sprecher*innen Jannick, Lisa und Luisa am 25. April 2018 zu Besuch im baden-württembergischen Landtag. In angeregten und interessanten Gesprächen mit Abgeordneten der Fraktionen FDP, SPD und Grüne wurden nicht nur die Erinnerung an die Institution FÖJ aufgefrischt, sondern auch die Wichtigkeit und Nachhaltigekeit betont. Aber dazu gleich mehr!

Einige Spannungen im Plenarsaal sorgten dafür, dass der erste Gesprächstermin mit Herrn Andreas Glück zunächst etwas ins Schwanken geriet, sich dann aber glücklicherweise nur etwas verzögerte.
Herr Glück, der sowohl Umweltpolitischer Sprecher der FDP als auch Mitglied im Finanzausschuss ist, erlaubte uns freundlicherweise, die Wartezeit mit der Plünderung des FDP-Buffets zu überbrücken. Frisch gestärkt konnten wir mit Herrn Glück ausgiebig über das FÖJ und dessen Finazierung sprechen. Er war sichtlich begeistert von unserem Engagement und sicherte uns seine volle Unterstützung bei der Erhaltung der bisherigen Gelder zu!

Da alles sehr eng getaktet war, organisierte sich unsere Gruppe anschließend in 2 Kleingruppen, jeweils angeführt von einem/einer unserer Landessprecher*innen.

Während Lisa gemeinsam mit Audrey und Anna die frauenpolitische Sprecherin der Grünen Fr. Dr. Dorothea Wehinger traf, wechselte Jannick zusammen mit Constanze und Luisa das Gebäude hin zur SPD. Dort fand der gemeinsame Termin mit Frau Gabi Rolland, der Vorsitzenden des Umweltausschusses, zusammen mit Herrn Gruber und Herrn Opitz-Leifheit statt.

Mit Frau Wehinger, die im Ausschuss für Soziales und Integration, hatten wir die Möglichkeit, besonders über die Zugänglichkeit des FÖJ für Flüchtlinge und andere benachteiligte Gruppen  zu sprechen. Mit unseren Anliegen stießen wir bei ihr auf fruchtbaren Boden, weshalb sie uns versicherte, sich tiefergehend mit dem Thema zu beschäftigen.
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Der 1. LAT? Ein voller Erfolg!

Sehr aktuell: Der Wunsch nach sauberem Trinkwasser für alle!

„Was macht ihr denn da?!“

„Wir wollen Leute wie Sie auf die Probleme der Welt aufmerksam machen.“

– So oder so ähnlich verliefen die Gespräche, die wir bei unserem 1. Landesaktionstag mit den Passant*innen geführt haben.

6. April, Freitagnacht, in den Einkaufspassagen BaWüs. Vier Gruppen fleißiger

Ein künstlerischer Quadratmeter für mehr Gerechtigkeit auf der Welt

 

 

FÖJler*innen,bewaffnet mit Meterstäben und Kreide, ziehen durch die Straßen und malen mysteriöse Quadrate auf den Boden. Mehr oder minder irritierte Passant*innen kamen auf uns zu und ließen sich den Sinn der Aktion erklären.

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Sprechertreffen III: Diesmal im Karlsruher Zoo!

Das dritte Sprechertreffen: Diesmal im Kalsruher Zoo!

Inzwischen ist es März und das FÖJ zählt nur noch wenige Monate, denn es ist Halbzeit!

Pünktlich dazu versammelten sich die Sprecher*innen Baden-Württembergs für zwei Tage im Karlsruher Zoo!

Vom 10. auf den 11.März legten wir die Details unserer Agenda und der anstehenden Termine fest. Das öffentliche Protokoll findet ihr weiter unten, schaut es euch gerne an!

Inhaltlich geplant wurden unter anderem der Landesaktionstag I, die Umsetzung des einheitlichen Landesaktionstags und des Zeltlagers, aber auch vieles mehr. Die Anmeldung zum Zeltlager sollte durch eure Sprecher*innen ja bereits kommuniziert worden sein.

Zu allen Aktionen sind natürlich auch alle Sprecher*innen und FÖJ´ler*innen gerne gesehen! Tauscht euch einfach untereinander aus!

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FöJ beim NABU Naturschutzzentrum Federsee – Ein Erfahrungsbericht

Gerade stapft man noch gemütlich mit dem Freischneider über die Wiese, mäht hier und da ein paar Weiden weg und plötzlich steckt man bis zu beiden Knien im Moor. In diesem Moment, während eiskaltes Dreckwasser in beide Gummistiefel läuft und alle drei Sockenschichten durchnässt, stellt man sich schon mal die Frage: Warum mache ich das hier eigentlich auch noch freiwillig?

Auch wenn es für den ein oder anderen vielleicht abschreckend klingt, selbst bei miesem Wetter durch das Moor zur Arbeit zu stapfen, liegt für mich genau darin auch der große Reiz meiner FöJ-Stelle. Ich sitze eben nicht mehr nur den ganzen Tag vorm Schreibtisch, sondern bin fast jeden Tag draußen unterwegs und erlebe Natur/-schutz auf eine total abwechslungsreiche und direkte Art. An einem Tag versuchen wir einen Biber davon zu überzeugen seinen Damm nicht direkt unterhalb einer Kläranlage zu bauen, am nächsten Tag dann steuere ich ein Ruderboot über den Federsee, schneide ein totes Reh auf, halte als „Experte“ eine Führung über den Federseesteg oder laufe mit dem Balkenmäher über verschneite Moorwiesen und lerne Abends wie man einen Messerbalken richtig schleift. Dabei fällt mir immer wieder auf wie viel ich schon über das Gebiet und seine Tiere und Pflanzen weiß, ohne viel bewusst auswendig gelernt zu haben, sondern einfach nur durch das was ich erlebe. Umso klarer ist mir deswegen auch, dass ich jeden Tag etwas wirklich wichtiges arbeite, auch falls es mal nicht so aufregend ist. Natürlich gibt es auch mehrere Tage an denen man „nur“ mit der Motorsense über Wiesen stapft und Gehölze mäht, aber auch dann kann es sein, dass man plötzlich über die seltene Uralameise stolpert, einen riesigen Schwarm Kraniche über sich fliegen sieht oder wie ich, in einen Graben tritt und die großartige Gelegenheit hat, das Moor sogar innerhalb der eigenen Gummistiefel zu erleben.

Mathis Grimshand, NABU Naturschutzzentrum Federsee